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Bewegungsspiel für Seniorinnen und Senioren
Bewegungsspiel für Seniorinnen und Senioren
Zentrum für Bewegungsförderung Rheinland-Pfalz und Saarland
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  • Senioren (66-80)
  • Hochbetagte (80+)
  • Keine Geschlechtsspezifizierung
  • Nur weiblich
  • Nur männlich
  • Beide Geschlechter
• Niedrigschwelliger Einstieg zu mehr körperlicher Aktivität
• Motorische Trainingseffekte
• Spielerische Bewegungsförderung in der Gruppe
• Stärkung sozialer Bindungen
• Interaktion
• Sturzprophylaxe
• Erhalt der Selbständigkeit im Alter

  • Ländlicher Raum
  • Kommune
  • Stadtteil
  • Wohnung
  • Institution, Einrichtung
  • Treffpunkt
  • Sportstätte
  • Kein spezieller Raum
  • regelmäßig und zeitlich unbefristet (mindestens einmal in der Woche über einen unbegrenzten Zeitraum)
  • einmalig (ein Tag oder eine Woche)
  • regelmäßig, aber zeitlich befristet (mindestens einmal in der Woche über einen begrenzten Zeitraum, z.B. ein Angebot in Kursform)
Im Auftrag der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) und unter der fachlichen Leitung von Dr. Ronald Burger, Bewegungswissenschaftler der Universität Mainz, wurde ein Bewegungsspiel für Seniorinnen und Senioren entwickelt, welches einen niedrigschwelligen Einstieg zu mehr körperlicher Aktivität bietet, motorische Trainingseffekte erzielt, kognitive Herausforderungen stellt und psychosoziale Erlebnisse fördert.

Als zentrale Spielgeräte fungieren eine Drehscheibe sowie farblich markierte Karten mit folgenden Kategorien:

• Atem
• Feinmotorik
• Kraft
• Gleichgewicht
• Rhythmus
• Schnelligkeit
• Koordination und Raum

Die Farben finden sich auf der Drehscheibe wieder. Diese wird im Wechsel betätigt. Die erdrehte Farbe gibt an, welche Karte gezogen wird. Die Karte wird von einer betreuenden Person, der Spielerin oder dem Spieler selbst laut vorgelesen. Auf den Karten befinden sich die zu erfüllenden Bewegungsaufgaben. Jeder Karte ist eine bestimmte Punktzahl von eins bis drei zugeordnet.

• Spielteilnehmende: mindestens zwei Personen; ab vier Personen bietet sich die Bildung von Mannschaften an
• Spielzeit: maximal 45 bis 60 Minuten
• Spielinhalte: Einzel- Partner und Gruppenübungen

Sollte eine Übung für einen Spieler körperlich nicht möglich sein, so besteht die Chance eine Jokerkarte zu legen. Diese Karte ermöglicht es dem Spieler eine Runde auszusetzen oder eine vereinfachte Form der Übung durchzuführen.

Damit das Bewegungsspiel fachgerecht in der Arbeit mit Seniorinnen und Senioren eingesetzt wird, wurden regional Workshops für Fachkräfte in der Seniorenarbeit und für Ehrenamtliche angeboten. Die Teilnehmenden erhielten eine theoretische und praktische Einweisung in das Bewegungsspiel und die Spielgeräte und wurden gleichzeitig in die aktuellen sportwissenschaftlichen Forschungsstände von Bewegung im Alter eingeführt.

Um die Wirksamkeit zu prüfen, wurde das Bewegungsspiel durch das Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Abteilung für Trainings- und Bewegungswissenschaft mit positiven Ergebnissen evaluiert.

Die Evaluation durch das Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Abteilung für Trainings- und Bewegungswissenschaft, ergab folgendes:

• Große Akzeptanz der Senioreneinrichtungen
• Heime setzen das Bewegungsspiel in der Regel als Gruppenspiel mit durchschnittlich zehn Teilnehmenden ein bis mehrmals die Woche ein
• Signifikante Verbesserungen der Teilnehmenden in den Bereichen Beweglichkeit, Gleichgewicht, Kraft und Reaktionsschnelligkeit nach sechswöchiger Durchführung des Spiels
• Positive Stimmungsänderung der Teilnehmenden sowie eine Verbesserung des sozialen Miteinanders

Ressourcen

• Kosten für die Erstellung des Bewegungsspiels mit Spielgeräten: zirka 160,00 Euro; ohne Spielgeräte zirka 65 Euro
• Spiel kann mit alltagsnahen Spielgeräten, zum Beispiel Bettlaken statt Schwungtücher verwendet werden.
• ausreichend großer Raum mit Stühlen
• Ideen für neue „Übungen“
• Qualifizierte Spielleiterin, qualifizierter Spielleiter
• Zeit: zirka 45 Minuten Zeit

Das niedrigschwellige Spiel mit einfachen bis schwierigen Übungen ist vor allem im Setting Seniorenheime und Seniorenbegegnungstätten zur Aktivierung und Partizipation von Seniorinnen und Senioren geeignet und wird von Spielleitern, Fachkräften bedarfsbezogen variiert und eingesetzt.

Kontakt

Zentrum für Bewegungsförderung Rheinland-Pfalz und Saarland
Verena Bernard
Feldmannstrasse 110
66119
Saarbrücken
0681-976197-20
0681-976197-99
bernard@lags.de